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Allgemeiner Verfall, Entfremdung und Vermassung, die Herrschaft des Geldes, der Technik und der Medien das sind bis heute die Themen der Kulturkritiker Auch wenn die Traditionen dieses Denkens bis in die Antike zurckreichen, beginnt die eigentliche Zeit der Kulturkritik erst mit der Aufklrung Auf der Suche nach einer anderen, besseren Moderne erzhlen die Kulturkritiker Geschichten vom Verlust Georg Bollenbeck geht es um die Eigenart dieses unterschtzten und faszinierenden Denkens, das bis heute ungebrochen ist Er lotet das Spektrum einer provokanten Dauerkommentierung der Moderne in allen ihren scharfsinnigen und problematischen Zeitdiagnosen aus....

Title : Eine Geschichte der Kulturkritik: Von J.J. Rousseau bis G. Anders
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ISBN : 3406547966
ISBN13 : 978-3406547966
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 1 19 September 2007
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 999 KB
Status : Available For Download
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Eine Geschichte der Kulturkritik: Von J.J. Rousseau bis G. Anders Reviews

  • Arno Nym
    2019-04-19 19:56

    Im den Medien wird allgemein der Verfall der Sitten und der gesellschaftliche Niedergang im Allgemeinen beklagt. Doch woher rühren diese Pathologiebefunde und welche Geschichte haben sie? Sicher gab es bereits in der Antike ähnliche Klagen über den gesellschaftlichen Verfall, jedoch gelingt es Georg Bollenbeck hier nachzuweisen, inwieweit sich die Kulturkritik als ein Reflexionsmodus der Moderne etablieren konnte. Im wissenschaftlichen Diskurs wird der Begriff "Kulturkritik" gerne vermieden und etablierte Lexika der Philosophie und der Soziologie nehmen ihn nicht in die Lemmaliste auf. Der allgemeinen geisteswissenschaftlichen Distanzierung und der schlechten Beleumundung zum Trotz, kam es nicht dazu, dass Kulturkritik aus dem gesellschaftlichen Diskurs verbannt werden konnte. Man kommt so zu dem Eindruck, dass die Wissenschaft die Kulturkritik gleichsam nicht "los" wird und sich mit dem Begriff auseinandersetzen muss.Georg Bollenbeck versucht nun in diesem Buch keine Definition dessen, was Kulturkritik genau ist, weil es DIE Kulturkritik nicht gibt. Kulturkritik ist alarmistisch, hypergeneralisieren und arbeitet mit redundanten, immer wieder auftauchenden Schlagwörtern zur Diagnose gesellschaftlicher Verfallsprozesse. Diese Seite ist es auch, die sie in den Augen vieler geisteswissenschaftliche Disziplinen als wissenschaftlichen Terminus abqualifiziert. Andererseits sind ihr jedoch auch ein hohes Maß an Problemsensibilität und diagnostischer Genauigkeit zueigen, die entscheidende Impulse für wissenschaftliche Disziplinen sein können. Aus dieser Ambivalenz und der Unmöglichkeit, Kulturkritik exakt zu definieren entwickelt Georg Bollenbeck ein wertneutrales Konzept der Kulturkritik, wonach ihr typische Haltungen, Wertungs- und Wissensformen und Wirkungskonzepte zugrunde liegen.Ein solches Konzept ermöglicht es dem Leser, die heutige Medienwelt und ihre Verfallsdiagnosen kritischer und reflektierter zu lesen und besser zu verstehen. Dieses Buch hat wegen der andauernden Aktualität allgemeiner Verfallsprognosen (immerhin seit über 200 Jahren) und vor allem wegen seiner allgemeinbildenden Wirkung fünf Sterne verdient.